Ratgeber für Nachsendeanträge nach Trennung

Nach einer Trennung entsteht oft das Problem, dass die Briefe oft an das geschiedene Paar gemeinsam adressiert ist. In diesem Fall zeigt ein Nachsendeauftrag keine Wirkung (siehe auch Einschränkungen bei Nachsendeaufträgen) - denn die Sendung wird nur dann weitergeleitet, wenn der vollständige Name des Empfängers für die Nachsendung eingetragen ist.

Ein Brief, der also beispielsweise an Max Mustermann adressiert ist, wird nicht weitergeleitet, wenn nur der Name der Ehegattin, Erna Mustermann, für die Nachsendung eingetragen ist.

Das gleiche Problem entsteht auch, wenn eine Nachsendung für Max Mustermann besteht, ein Brief jedoch den Empfänger "Eheleute Mustermann" nennt. In diesem Fall erfolgt keine Nachsendung.

Was ist zu tun?

Zunächst einmal ist es erforderlich, dass nach einer Trennung die Beteiligten alle potentiellen Zusteller (etwa die Versicherung) über den neuen Lebensumstand bzw. die neue Anschrift informieren. Das Trennen von Rechnungen oder Besitzverhältnissen ist nicht über den postalischen Weg bzw. über einen Nachsendeauftrag zu erreichen, sondern muss mit den Verantwortlichen direkt geklärt werden.

Es besteht die Möglichkeit, bei dem Postverteilungsunternehmen (meist kostenlos) weitere Personen oder Bezeichnungen anzugeben. So ist es ratsam, nicht nur "Erna Mustermann" und "Max Mustermann" festzulegen, sondern auch "Eheleute Mustermann" und "Familie Mustermann".